Wiederaufnahme der Container-Verkehre aus China über die Schiene und die Ostsee

Die DB Cargo Eurasia GmbH nimmt nach dem Ausbruch der Corona-Epidemie in China erstmals wieder die Container-Verkehre aus und nach China auf der Schiene und über die Ostsee zwischen Kaliningrad und Rostock auf.

Der erste Zug wird am 25.03.2020 das Terminal in Xi’an/ China verlassen, um 50 Container über Kasachstan, Russland, Litauen und Belarus, sowie anschließend über den Ostseeweg von Kaliningrad nach Rostock zu transportieren. Für den gesamten Transport benötigt die DB Cargo Eurasia als Operator ca. 12 Tage bis zur Zieldestination Duisburg, von wo am 2.4. der erste Zug in der Gegenrichtung  nach Xian startet. Ein Teil der Güter wird bereits in Rostock auf andere Verkehrsträger umgeladen. Beispielsweise werden einige Container per Zug weiter nach Verona transportiert, andere Container werden per Containerschiff nach Schweden transportiert. Auf dem ersten Zug befinden sich unter anderem Güter aus dem Bereich Automotive, Industriegüter und auch medizinische Produkte.

Die Container-Verkehre zwischen Kaliningrad und Rostock werden ab April zunächst auf wöchentlicher Basis verlaufen. Ziel ist es, zukünftig eine Steigerung und Regelmäßigkeit von bis zu sechs Zügen pro Woche umzusetzen, wobei pro Zug im Schnitt 41 bis 50 Container transportiert werden. Der Transport wird zusammen mit den Partnern DB Schenker, DB Cargo Russia, XIAN ITL, UTLC, Mannlines und Rostock Hafen realisiert.

Die Route über Kaliningrad-Rostock stellt für Kunden eine attraktive Alternative zum sonst durchgängigen Schienenverkehr zwischen China und Europa über die weißrussisch-polnische Grenze Brest-Malaszewicze dar, wo aktuell durch Bauarbeiten Kapazitätsengpässe bestehen.

DB Cargo Eurasia bildet den Verbund der DB Cargo Strukturen an der östlichen EU-Außengrenze und füllt den Schienenverkehr innerhalb des DB Cargo Netzes mit Volumen von und nach China. Mit den transkontinentalen Verbindungen zwischen China und Europa stehen verschiedenen Kunden leistungs- und wettbewerbsfähige Alternativen zu zeitintensiven Schiffsverbindungen und kostenintensiver Luftfracht zur Verfügung.

Bildquelle: DB Schenker / Manthey